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Unsere Pinsel enstammen, ebenso wie die Papiere, dem ehemaligen administrativen Ort Xuan Zhou Fu in China und werden deshalb "Xuan Bi" genannt. "Bi" ist die chinesische Vokabel für Stift, bzw. Pinsel ( Mao Bi = Haarstift = Pinsel).

Die Herkunft der Haare wird sehr streng kontrolliert; zum Einen, um dem Artenschutz gerecht zu werden und zum Anderen, um die Qualität zu wahren.
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Die vier Schätze

Die Herstelllung

Tipps
Die Pinsel | Das Papier | Die Tusche, die Reibsteine, das Rotholz




























Die Chefin unseres Herstellers produziert seit über dreißig Jahren Kalligrafie- und Malpinsel. Sie lässt es sich nicht nehmen, alle Haare beim Einkauf selbst und in aller Ruhe auszusuchen. Auch, wenn dabei schon mal ein, zwei Tage ins Land gehen und sie in ihrer Tochter eigentlich schon längst jemanden hätte, der ihr diese Arbeit abnehmen könnte.

Die Long Bao Schule bietet Pinsel in unterschiedlichen Grössen mit: Ziegenhaaren, Ziegenbärten (die unvermeidlich und andauernd nach ihrem ehemaligen Träger duften, aber sehr interessant für die künstlerische Arbeit sind), Pferdehaaren, Marder- und Marderschweifhaaren, Hasenhaar, Mausehaar, Schweinehaar (ist in einigen Pinseln mitenthalten, um zu stabilisieren,ist aber ohne Extraangabe), Schweifhaare der chinesischen Bergkatze und chinesisches Schopfhaar. Traditionell wird in China aus den ersten Haaren eines Säuglings ein kleiner Pinsel gemacht, der dem Kind später übergeben wird. Bei den Haaren unserer "Drachenkrone" handelt es sich um Kinderhaar, das bei den Frisören eingekauft wird.

Die verschiedenen Haare werden sortiert, gewaschen und nochmal sortiert und dann aus der Wasserschüssel heraus aufgenommen und auf einer Art Knochenkamm gelegt , eingeteilt, geschnitten und zum Pinselkopf geformt. Diese Arbeit erfordert Geschicklichkeit und viel Wissen über die unterschiedlichen Pinsel.

An anderer Stelle werden die Stiele vorbereitet. Die winzigen Aufschriften müssen hineingraviert und der Naturleim zum Einsetzen der Pinselköpfe in die Stiele angerührt werden.

Ist der Pinsel dann komplett, werden überflüssige Haare herausgezupft und geschüttelt. Für den weiteren Transport wird zum Schutz der Haare eine Leimtauchung vorgenommen, die aber einfach auszuwaschen ist. Um die "Xuan Bi" für lange Wege zu präparieren und gegen Feuchtigkeit und Fäulnis unempfindlich zu machen, werden kleine, fürchterlich riechende Papiersäckchen beigelegt. Das ist nicht angenehm, aber notwendig.

Jede Haarsorte hat ihre Eigenheiten und ist nicht durch eine andere zu ersetzen. Jeder Pinsel hat seinen eigenen Charakter, wie auch die einzelnen Träger der Haare eigenständige Lebewesen sind und waren. Die Achtung vor diesen Charakteren sollte in unser künstlerisches Schaffen mit einfliessen.