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Wenn Sie unsere Sammlung an Tipps für die asiatische Malerei und Kalligrafie um Ihre hilfreiche Erfahrung bereichen können, senden Sie uns Ihren Tipp gerne zu. Nach einer Überprüfung werden wir ihn hier für alle Interessierten veröffentlichen.
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Tipps

Behandeln der Pinsel

Zum Schutz der Pinsel beim Transport sind meistens die Haare zu einer harten Spitze zusammengeleimt. Vor dem ersten Gebrauch müssen Sie den Leim entfernen. Am besten, Sie stellen den Pinsel eine Weile in lauwarmes Wasser. Benutzen Sie hierzu eine Wäscheklammer, mit der Sie den Pinselstiel umklammern und die Sie auf den Rand des Glases auflegen, damit der Pinsel nicht mit den Haaren auf den Grund aufstösst.

Dann waschen Sie den Leim unter leichtfließendem Wasser aus. Der Strahl darf nicht direkt auf die Haare, sondern nur auf den Stiel gerichtet sein. Mit Daumen und Zeigefinger können Sie die Haare sanft ausstreichen.

Genauso waschen Sie Tusche und Farbe aus dem Pinsel. Ungeduldiges Waschen zerstört die "Frisur", was sich auf die Qualität des Pinsels auswirkt.
Schlagen Sie dann die Haare etwas aus und ziehen Sie sie durch ein Stückchen Reispapier, so dass sie nicht mehr allzu nass sind und schön in der Form bleiben.

Die Pinsel hängend trocknen lassen. Danach können sie mit der Spitze nach oben im Pinseltopf aufbewahrt werden oder einfach am Pinselständer hängen bleiben.



Glätten des Papiers

Beschreiben oder bemalen Sie Ihr Blatt Papier ganz normal mit Tusche, ohne es irgendwie vorher zu fixieren.
Nachdem die Tusche richtig durchgetrocknet ist (am besten eine Woche), legen Sie das Blatt auf einen sehr glatten Untergrund: Glas!, Plexiglas, der gute Onyxtisch ....

Nehmen Sie einen breiten, weichen Flachpinsel (Ziegen- oder Rindsohrenhaare)
Und lassen Sie diesen sich gut mit Wasser vollsaugen. Dann streichen Sie das Blatt von der Mitte aus, vollständig und üppig mit Wasser ein. Keinen starken Druck ausüben; Sie können beobachten, wie das Wasser sich aufgrund des saugenden Papiers zu den Blatträndern hinarbeitet. Achten Sie darauf, jetzt keine Kniffe einzuarbeiten! Falten sind nicht schlimm, aber Kniffe gehen schwer oder gar nicht mehr raus.

Wenn das Blatt ganz nass ist, können Sie es mit den flachen Händen etwas (Vorsichtig!) auseinanderziehen, wobei schon viele der Falten und Luftblasen geglättet werden. Nocheinmal können Sie mit dem flachen Pinsel darüberstreichen. Das funktioniert, weil das Papier auf dem Untergrund rutscht. Hier ist es gut, wenn an den Blatträndern keine Blasen und Falten mehr sind; der Rest ist nicht so wichtig.

So, nun erhitzen Sie ganz in Ruhe in einem kleinen Topf etwas Wasser (ca. 2-3 cm hoch) und rühren, wenn es kocht, einen Teelöffel voll Mehl hinein. Gut rühren, es darf aber ruhig klumpen.

Nun brauchen Sie einen schmalen Flachpinsel, bei dem die Haarsorte keine Rolle spielt. Diesen Pinsel tauchen Sie in das Mehlwasser (ist noch heiß) und streichen damit halb über den Blattrand und halb über den Untergrund, auf dem das Papier liegt. Machen Sie das zweimal, rundum, fertig!
Das Mehlwasser ist der Klebstoff, der das Papier auf dem Untergrund fixiert, wenn es trocknet. Das Blattzieht sich zusammen und wird glatt.

Lösen können Sie es leicht mit einer flachgelegten Cutterklinge. Hier gilt: Je mehr Mehl Sie benutzt haben, um so schwieriger ist es zu lösen.

Diese Sache funktioniert sehr gut; üben Sie aber vielleicht nicht direkt mit Ihrem Lieblingsbild!



Achtung!

Bei farbigen Bildern dürfen Sie das Bild nicht ganz so nass machen. Bei Acrylfarben natürlich schon, jedoch sind Aquarellfarben vorsichtiger zu behandeln und müssen wasserfest auftrocknen!



Künstliche Büttenränder

Bis auf zwei Sorten sind unsere Papiere alle handgeschöpft. Nur Phoenix 5 und 6 sind maschinell hergestellt!

Die Papiere haben zumeist trotzdem keinen Büttenrand, da sie aus einer traditionell chinesischen Papiermühle, ausserhalb der industriellen, westlich orientierten Papierfabriken, stammen. Sie werden, genau wie die Papiere für den chinesischen Markt, nach dem Trocknungsvorgang beschnitten, um eben schöne gerade Ränder zu bekommen. Da chinesische Bilder normalerweise in Rollenform, mit Seidenpassepartouts umschlossen präsentiert werden, hat ein unregelmässiger Rand keinen besonderen Wert!

Möchten Sie Ihr Blatt aber mit einem künstlichen Büttenrand versehen, so ziehen Sie mit einem kleinen nassen Pinsel eine Linie entlang des Randes und zupfen dort das Papier auseinander. Das sieht gut aus und kommt mit einem auf ca.1,5 cm Abstand zum Blattrand geschnittenen, hiesigen Passepartout sehr schön zur Geltung.

Da das Papier somit nicht direkt an die Scheibe eines Rahmens gepresst wird, kann auch das natürliche Arbeiten des Papiers, das leichte Wellenschlagen, als zum Schaffensprozess zugehörig, erhalten und mitpräsentiert werden.



Durchschlagen der Tusche durch das Papier

Beim Malen und Schreiben nimmt das Papier die Tusche in begrenzter Menge auf. Der Rest schlägt (fliesst) durch bis auf den Untergrund, auf dem das Blatt liegt.

Untergelegte Papiere und Pappen bereichern den Altpapiercontainer und beginnen sehr bald, sich zu wellen.

Tatsächlich ist die beste Lösung eine Matte aus Filz, da sie viel Tusche aufnehmen kann und sehr lange verwendbar ist.