Qi Gong – Drachentor Qi Gong der inneren Perle

Qi Gong – Drachentor Qi Gong der inneren Perle

„Qi Gong“ ist Teil der chinesischen Kultur und bedeutet mit bestimmten Methoden das Wirken der Energie/Kraft „Qi“ zu üben. Qi Gong aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers und kultiviert den Geist. Ein wichtiger Bestandteil des Trainings ist die Förderung einer tiefen, lockeren Atmung. Das Prinzip des Qi Gong heißt „Yin und Yang Ausgleich“ und ist dem „Dao“ unterstellt. Der menschliche Körper gilt dabei als Mikrokosmos, der den gleichen Gesetzmäßigkeiten wir der Makrokosmos folgt. Diese Gesetzmäßigkeiten werden von einem steten, allesbeinhaltenden Wandlungsprozess bestimmt. Der chinesische Gelehrte Lao Zi benannte ca. 580 Jahre v.Chr. diese Zusammenhänge mit dem Wort „Dao“; damit hatten Forschungen, Erkenntnisse und Lehren zu den entsprechenden Naturbeobachtungen fortan einen gemeinsamen Oberbegriff, der bis heute lebendig geblieben ist und hochaktuell seinen Einstieg in die moderne Wissenschaft gefunden hat.

Wir unterrichten in der Long Bao Schule das „Drachentor Qi Gong der inneren Perle“ (=Long Men Ling Bao Nei Dan Shu) in der Linie der ca. achthundert Jahre alten Drachentor Lehre, deren Vertreter in achtzehnter Generation Großmeister Wang Li Ping ist. Der Mediziner Jun Zhang (Meister Long Jun) wurde in China zehn Jahre von Wang Li Ping ausgebildet und verknüpft heute dessen Lehre und sein eigenes jahrzehntelanges Training und Studium der alten Bücher nicht nur mit der TCM, sondern auch mit westlicher Medizin und Wissenschaft. Das Drachentor Qi Gong der inneren Perle ist eine der Wurzeln unserer Kampfkunst Long Yuan Quan. Es gibt drei Methodenbereiche des Drachentor Qi Gong, „Dong Gong, Jing Gong und Wo Gong“, die es uns ermöglichen, das Qi Gong Training optimal in den Tagesablauf zu integrieren.

1. Das "Dong Gong" ist Qi Gong in Bewegung. Es fördert den Qi-Fluss durch die zwölf gewöhnlichen und acht außergewöhnlichen Meridiane und verbindet die einzelnen Körperebenen miteinander. Die Übungen bewegen Arme, Beine, Rumpf und Kopf, wobei Muskeln und Gelenke gestärkt und gelockert werden. Der energetische Austausch mit der Natur wird intensiviert. Die „Vier Methoden aus dem Tierreich“ (Hirsch, Schlange, Büffel und Kranich) und das „Qi Gong mit Bäumen“ sind Beispiele für das „Dong Gong“.

2. Das "Jing Gong" ist Qi Gong in der Meditation. Es kultiviert den Geist und verschafft die Fähigkeit Ruhe in sich zu erzeugen. Diese besondere Art von Ruhe ist nicht nur eine große Hilfe für eine effektive Handlungsfähigkeit im Alltag, sondern kann uns bis zur Erleuchtung führen. Mit der Zeit entsteht ein tiefes Verständnis für den eigenen Platz im Leben und die eigene Zugehörigkeit zur Natur. Der „Kreislauf des Qi durch die 5 Elemente und inneren Organe“ und die „Atmung der Poren in den Kosmos“ sind Beispiele für die Methoden des „Jing Gong“.

3. Das „Wo Gong“ ist Qi Gong im Liegen. Es übt die Seele und den Stoffwechsel und fördert die innere Körperwahrnehmung. Der Körper reagiert mit tiefer Entspannung und zeigt sich dem Übenden in einer besonderen mikrokosmischen Detailliertheit.

Die bedeutendsten Lehrbücher unseres Qi Gongs sind u. A. das „Ling Bao Bi Fa“ und das „Dao De Jing“. Diese chinesischen Texte sind viele Jahrhunderte alt und entsprechend verschlüsselt, Übersetzungen extrem schwierig, will man der ursprünglichen Bedeutung gerecht werden. Meister Long Jun hat die Bücher studiert und die Methoden gewissenhaft erprobt. Er versteht es, auch seinen westlichen SchülerInnen die daoistische Denkweise auf anschauliche Art und Weise nahe zu bringen.